Rückblick auf 15 Jahre integrierte EU-Stadtentwicklungsprogramme in Graz
Ex-Post-Evaluierung des EFRE 2000-2006 (EU-Kommission)
Homepage: Integriertes Stadtteilentwicklungsprogramm URBAN II Graz-West (2000-2008)
Link: URBAN II Graz-West Schlussbericht (2009) - PDF-Download (2,8 MB)
Homepage: Integriertes Stadtteilentwicklungsprogramm URBAN I Graz Gries (1996-2001)
Link: Endbericht als PDF-Download
Homepage: Urbanes Pilotprojekt e.l.m.a.s. - Jakomini (1995-2001)
Link: Endbericht als PDF-Download
Linksammlung 'laufende und abgeschlossene EU-Programme und -projekte des Referates für EU-Projekte und internationale Kooperation der Stadt Graz'
Chance URBAN
Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union am 1.1.1995 markierte zugleich den Anfang der Beteiligung der Stadt Graz an urbanen Förderprogrammen der Europäischen Kommission. Mit dem vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Europäischen Sozialfonds geförderten Programm URBAN I ‚Gries – ein Bezirk lebt auf!‘ und dem im Rahmen von Art. 10 EFRE geförderten urbanen Pilotprojekt e.l.m.a.s ‚ein Leben mit allen Sinnen’ für den Bezirk Jakomini konnten bereits vor URBAN II Graz-West zwei integrierte EU-kofinanzierte Stadtentwicklungsvorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Beiden Intitiativen lagen als Aktionsbereiche jeweils traditionelle Innenstadtbezirke mit all den damit verbundenen Herausforderungen zugrunde. Nicht zuletzt durch die physische Verbindung über den im Rahmen des URBAN I-Programms errichteten Mursteg standen die beiden Vorhaben in enger Verbindung zueinander und erzielen auch aufgrund ihres räumlichen Zusammenhangs noch heute spürbare Synergien.
URBAN II Graz-West
Das Programm ‚Urban_Link Graz-West‘ im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II verfolgte 2001-2008 das grundlegende Ziel, im Projektgebiet im Grazer Westen eine Entwicklung zu initiieren, die den aktuellen und auch den kommenden Anforderungen einer moderner Stadtentwicklung entspricht und das Gebiet auf die neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet.
Mit dem Blickwinkel auf die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts sollte für den teils monofunktionalen Industriegürtel und die daran angrenzenden Wohngebiete im Grazer Westen der Wandel zu einem Stadtteil von neuer, zeitgemäßer und zukunftsfähiger Urbanität eingeleitet werden. Dabei wurde davon ausgegangen, dass auch künftige städtische Lebensweisen durch eine räumlich dichte Vernetzung der Funktionen Wohnen, Arbeit, Aus- und Weiterbildung, (Nah-)Versorgung und Freizeitgestaltung sowie individualisierter Tagesabläufe und Zeitbudgets der BewohnerInnen bestimmt sein werden.
Urban_Link Graz-West nahm durch die Schaffung neuer und den Ausbau vorhandener Strukturen in den Bereichen Forschung, Bildung, Entwicklung und Produktion, ergänzt durch Komplementärmaßnahmen im Wohn-, Erholungs- und Mobilitätsbereich auf die im Grazer Westen real existierenden Rahmenbedingungen Bezug und erzeugte durch die Schaffung neuer räumlicher Konzentrationen gezielt Synergien.
Zur Unterstützung und Umsetzung dieser ganzheitlichen Strategie wurden Maßnahmen in den Bereichen ‚Entwicklung der Potenziale der Informationsgesellschaft (Programmschwerpunkt 1)‘, ‚Zukunftsfähige Stadtteilentwicklung (Programmschwerpunkt 2)‘ und ‚Prozessbegleitende Kommunikation (Programmschwerpunkt 3)‘, sowie im Bereich ‚Technische Hilfe‘ umgesetzt.
Die aktiv geförderte Einbindung der Bevölkerung in Planungs- und Entscheidungsprozesse sowie eine durch involvierte Interessensgruppen besetzte lokale Steuerungsgruppe stellten von Programmbeginn an den Interessensausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Belangen sicher und konnten letztlich zu einem nachhaltigen Erfolg des Vorhabens beitragen.
Broschüre "Innovative Strategien - Regionalentwicklung und EU-Strukturpolitik in Österreich" (2007) - URBAN II Graz West: Seite 42-43

Gebietskulisse der Grazer URBAN-Programme










